Rückschnitt von Hecken, Bäumen und Sträuchern

Hecke schneiden

Hecken, Bäume und Sträucher verschönern nicht nur das Ortsbild, sie bieten Vögeln Nistplätze, Bienen und Insekten Nahrung und bereichern damit unseren Lebensraum.

Es ist richtig, dass durch § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) Pflanzungen vom 1. März bis 30. September unter besonderen Schutz gestellt werden. Während dieser Schonzeit dürfen Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden.

 

Form- und Pflegezuschnitte sind jedoch erlaubt

Denn wuchernde Hecken, Sträucher und Bäume können schnell zur Gefahr werden, wenn sie in den Gehweg- oder Straßenraum ragen oder Beschilderungen und Straßenbeleuchtungen verdecken. Häufig beeinträchtigen Bäume und Sträucher den Einblick in Kreuzungsbereiche oder behindern das Begehen der Fußwege. Besonders Passanten mit Kinderwagen, Senioren mit Gehilfen, Rollstuhlfahrer oder auch Kinder bis 8 Jahre, die auf dem Gehweg Fahrrad fahren müssen, sind dann gezwungen, auf die Straße auszuweichen.

 

Auch herabfallende Äste überhängender Bäume können zu einer erheblichen Gefahrenquelle werden.

Für etwaige Sach- und Personenschäden haftet der Eigentümer!

 

Tragen Sie deshalb aktiv dazu bei, Unfallgefahr zu vermeiden

  • Prüfen sie zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit regelmäßig Ihre Hecken, Bäume und Sträucher auf Wuchshöhe und -umfang.
  • Wenn nötig, schneiden Sie die Anpflanzungen umgehend zurück: Hecken bis zur Grundstücksgrenze, ebenso alle Äste und Zweige bei Gehwegen bis zu einer Höhe von 2,50 Metern, an Straßen bis zu 4 Metern.
  • Achten Sie darauf, dass Verkehrs- und Straßenschilder nicht durch Zweige verdeckt und Straßenbeleuchtung oder Hydranten nicht eingewachsen werden.

Das Ordnungsamt führt regelmäßig Überprüfungen durch, ob Anpflanzungen den öffentlichen Verkehrsraum beeinträchtigen. Wird der Rückschnitt nicht durchgeführt, sieht sich die Gemeindeverwaltung gezwungen, Zwangsgelder oder Ersatzvornahmen anzuordnen. Die Kosten hierfür sind vom jeweiligen Eigentümer zu tragen.

 

Wichtiger Hinweis: Buchsbaumzünsler-Abfälle

Normalerweise gehören Buchsbäume zu den Gartenabfällen, die beim Wertstoffhof im Container für Baum- und Strauchschnitt entsorgt werden können. Dies gilt aber nur dann, wenn keine Eier und Raupen des Buchsbaumzünslers an der Pflanze sind.

An der Grüngutsammelstelle können sich aus befallenen Pflanzenteilen wieder Schmetterlinge entwickeln, die dann den Buchsbaumzünsler weiterverbreiten. Dies soll allerdings vermieden werden. Es wird empfohlen, die befallenen Pflanzen in einem Plastiksack zu verpacken, der anschließend über die Restmülltonne entsorgt wird. Der Schädling kommt dann zusammen mit dem Buchsbaum in die Müllverbrennungsanlage, wo er vernichtet wird.

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