Mähroboter und gelber Sack – Gefahren für Igel und andere

Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich blitzschnell zu einer stacheligen Kugel ein. Das hält oft zwar Raubtiere ab, aber nicht Mähroboter. Diese überrollen die Tiere, skalpieren oder zerhäckseln sie gar. Meldungen über schwere Verletzungen bei den Tieren haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Beispielsweise fehlt einigen Igeln fast das ganze Gesicht, andere haben große Teile ihres Stachelkleids eingebüßt. Auch Kröten, Eidechsen und Insekten werden erfasst, erläutert der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Vor allem, wenn Gartenbesitzer ihre automatischen Rasenmäher nachts oder in der Dämmerung laufen lassen.

 

Oft krabbeln die nachtaktiven Igel auf Futtersuche in Gelbe Säcke, die bereits abends für die Abholung am nächsten Tag bereitgelegt wurden. Angelockt von darin liegenden Katzen- oder Hundefutterdosen kratzen die stacheligen Tierchen die dünne Folie auf. Kommen sie anschließend nicht mehr aus dem Sack heraus oder schlafen nach der Mahlzeit darin ein, landen sie sehr wahrscheinlich im Müllwagen.

 

Deshalb unsere Bitte: „Lassen Sie Ihren Mähroboter nicht nachts laufen, gehen Sie die Wiese vor dem Mähen ab und behalten Sie möglichst die Maschine bei der Arbeit im Blick.

Hängen Sie die Gelben Säcke zur Abholung 50 cm über dem Boden beispielsweise an einem Zaunpfosten auf oder legen Sie sie auf eine Mauer. Darüber hinaus ist es am besten, die Gelben Säcke erst am Morgen der Abholung zu deponieren. Denn die Igel sind nachtaktiv, bei Tagesanbruch sind sie nicht mehr unterwegs.“

 

1. Juli 2020

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