Harthauser Landwirt unterstützt Brauchtum im Berchtesgadener Land

Bereits zum zweiten Mal hat der Harthauser Landwirt Martin Renk Waldstaudenroggen auf einem Tagwerk in Harthausen für die Brauchtumspflege angebaut.

Stroh für Buttnmandl (Coypyright Wolfgang Mende)

Foto (copyright Wolfgang Mende)

 

Da das Getreide eine Länge von fast zwei Metern erreicht und unbehandelt ist, eignet sich ideal für die Verwendung zum Herrichten von Gewändern der Weinfelder Buttnmandl aus dem Berchtesgadener Land. Der Verein habe selbst aber Schwierigkeiten, Stroh für die Verkleidung zu bekommen. Durch Vermittlung haben die Mitglieder Kontakt mit Renk aufgenommen, welcher ihrer Bitte nachkam. Dieser Verein zieht Anfangs Dezember mit Gewändern aus Stroh von Haus zu Haus und versucht nach einem heidnischen Brauch, den langen Winter auszutreiben. Am Samstag, 27.Juli rückten die Vereinsmitglieder zur Ernte an. Unterstützt von Mathias Friesinger, welcher mit seinem Oldtimer Fendt, ausgestattet mit einem Mähwerk, vorsichtig das Getreide mähte. Die Berchtesgadener sammelten das gemähte Getreide auf und banden es zu Garben zusammen. Anschließend wurde per Teppichklopfer das Getreide gedroschen und der Roggen aufgesammelt. Renk rechnet mit einem Ertrag von drei bis vier Zentner Roggen. Gewinn mache er keinen, aber man solle ja nicht immer gewinnorientiert denken. Die Familie Renk ist bekannt, dass sie das Brauchtum unterstützt und pflegt. In diesem Falle unterstützt die Familie das Brauchtum im Berchtesgadener Land.

 

 

drucken nach oben