Der Wald gehört nicht in die Toilette

ToilettenpapierPixabay

Foto: Energieagentur Ebersberg-München

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Hygienepapieren in Deutschland steigt stetig, während gleichzeitig die Altpapiereinsatzquote sinkt. So landen immer mehr wertvolle Primärfasern in der Kanalisation. Für deren Gewinnung werden Kiefern, Fichten, Birken oder Eukalyptusbäume eingeschlagen, häufig über lange Strecken transportiert, entrindet, in Hackschnitzel portioniert und mittels chemischer oder mechanischer Verfahren in Zell- und Holzstoff überführt. So erfolgreich wir im Altpapiersammeln sind, so nachlässig sind wir beim Kaufen und Verwenden von Papieren mit Recyclinganteil.

 

Umsteigen! Weil die meisten Hygienepapiere nach nur sekundenlangem Gebrauch über die Kanalisation oder als Abfall ent-„sorgt“ werden, sind Frischfaserprodukte viel zu wertvoll. Greifen Sie konsequent zu Artikeln aus Recyclingpapier! Durch die Wiederverwendung von Altpapier wird der Holzverbrauch gesenkt und damit der Druck auf die Wälder reduziert. Es gibt genügend Recyclingprodukte, die den Vergleich mit Frischfasern in Sachen Nutzerkomfort und Annehmlichkeit nicht scheuen müssen. Noch zu wenig Auswahl bei Ihrem Laden um die Ecke? Fragen Sie nach, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot.

 

Alternativlos? Der immense und stetig steigende Verbrauch an Hygienepapieren umfasst neben Toilettenpapier auch Papierhandtücher, Putztücher, Taschentücher, Kosmetiktücher, Servietten, Küchentücher und Abdeckpapiere (z.B. Liegenabdeckung). Nutzen Sie, wo immer es geht, waschbare und wiederverwendbare Alternativen.

 

Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ steht für Ressourcenschutz sowie Gesundheits- und Verbraucherschutz, denn es garantiert ökologische Standards wie 100 Prozent Altpapiergehalt, chlorfreie Bleiche, Einhaltung von Schadstoffgrenzen und weitere Kriterien. Andere Produktkennzeichnungen wie FSC- oder PEFC-Label oder die Bezeichnung „chlorfrei gebleicht“ sind bei Papierprodukten aus Umweltsicht weniger hilfreich, denn sie sagen nichts über die eingesetzten Chemikalien sowie den Energie- und Wasserverbrauch bei der Produktion aus. >>Mehr Informationen<<

 

Hoher Bedarf – große Wirkung: Für Hygienepapiere in der öffentlichen Beschaffung hat das Umweltbundesamt Informationen und Empfehlungen für öffentliche Auftraggeber in einem Leitfaden zusammengefasst – für eine einfache, rechtskonforme Einbeziehung von Umweltaspekten in die Vergabe- und Vertragsunterlagen: >>Zum Leitfaden<<

 

Bei allen Fragen zum Thema Energie steht Ihnen unser unabhängiges Expertenteam mit vielen, zum Großteil kostenlosen Beratungsangeboten gerne Rat gebend zur Seite:

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4. August 2020

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