„Kommunalwerkstatt Biodiversität“: Grasbrunn ist dabei!
Mehr Raum für die Natur – Gemeinsam mit Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern können nun gezielt Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Artenvielfalt im Gemeindegebiet entwickelt werden.
Das Projekt wird durch den Bayerischen Naturschutzfonds gefördert und bietet einen niederschwelligen Einstieg in den kommunalen Biodiversitätsschutz beziehungsweise unterstützt die Gemeinde dabei, ihr bisheriges Engagement weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt steht ein dreistufiges Verfahren. Zunächst wird ein Fachbüro die vorhandenen naturschutzfachlichen Daten auswerten und Stärken, Potenziale sowie mögliche Handlungsfelder im Gemeindegebiet ermitteln. Anschließend sind Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie weitere Fachstellen eingeladen, ihre Ideen und Erfahrungen in einem gemeinsamen Workshop einzubringen. Betrachtet werden dabei unter anderem Siedlungsräume, Wald, Gewässer und Offenland sowie die Umweltbildung. Auf dieser Grundlage werden die Ergebnisse in einem konkreten Aktionsprogramm zusammengefasst, das der Gemeinde künftig als Leitfaden für weitere Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt dienen soll.
Von der Streuobstwiese bis zum Biotop
Welche Projekte daraus entstehen, steht noch nicht fest. Denkbar sind beispielsweise weitere Streuobstwiesen, Maßnahmen zum Schutz von Vögeln oder die Anlage von Wassergräben, Totholzhäufen und Biotopen. Auch Exkursionen und Informationsveranstaltungen könnten dazu beitragen, das Wissen über die heimische Natur zu stärken.
Die „Kommunalwerkstatt Biodiversität“ wird unter anderem vom BUND Naturschutz und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) getragen und zu 85 Prozent durch den Bayerischen Naturschutzfonds finanziert. Für die Gemeinde stehen 15.000 Euro Fördermittel zur Verfügung, mit denen das externe Fachbüro beauftragt werden kann. Voraussichtlich ist dafür kein Eigenanteil der Gemeinde erforderlich.
