Gemeinde bewirbt sich um Förderung für Biodiversitätsprojekt KomBi
Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern ein auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmtes Konzept zur Förderung der Artenvielfalt zu entwickeln.
Das Programm wird unter anderem vom BUND Naturschutz und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) getragen und zu 85 Prozent durch den Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, erhält die Gemeinde 15.000 Euro Fördermittel, um ein externes Fachbüro mit der Erarbeitung des Konzepts zu beauftragen. Die Gemeinde muss dabei voraussichtlich keine Eigenmittel leisten.
Im Mittelpunkt der sogenannten „Kommunalwerkstatt Biodiversität“ stehen drei aufeinander aufbauende Schritte. Zunächst werden vorhandene Daten ausgewertet, um Stärken, Potenziale und Handlungsfelder für den Naturschutz im Gemeindegebiet zu ermitteln. Anschließend sind Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie Fachstellen eingeladen, ihre Ideen in einem Workshop einzubringen. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Themen Siedlungsräume, Wald, Gewässer, Offenland und Umweltbildung. Auf dieser Grundlage entsteht ein konkretes Aktionsprogramm als Leitfaden für künftige Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Grasbrunn. Denkbare Projekte reichen von Maßnahmen zum Schutz von Vögeln und der Anlage weiterer Streuobstwiesen über die Schaffung von Wassergräben, Totholzhäufen und Biotopen bis hin zu Exkursionen und Informationsveranstaltungen, um das Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken.
Ob die Gemeinde zu den insgesamt acht ausgewählten Kommunen in Bayern gehört, entscheidet sich voraussichtlich im Oktober.
