Festlicher Abschied: Altbürgermeister- und Ehrenbürgerwürde für Klaus Korneder
Von 2008 bis 2026 leitete Korneder drei Amtsperioden lang die Geschicke der Gemeinde und prägte deren Entwicklung nachhaltig. Die nun verliehenen Ehrenbezeichnungen tragen diesem langjährigen Engagement Rechnung.
V.l. Dritte Bürgermeisterin Carmen Müller, Klaus Korneder, Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe, Zweiter Bürgermeister Hannes Bußjäger
Der offizielle Festakt im Bürgerhaus Neukeferloh wurde von rund 160 Gästen begleitet und entwickelte sich zu einem lebendigen Abschiedsabend. Er begann jedoch mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen ehemaligen Dritten Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn, Michael Hagen.
Neben Korneders ehemaligen Mitarbeitenden in der Verwaltung, dem Bauhof und den Einrichtungen waren auch Wegbegleiter aus Politik, Kirche und den Vereinen sowie ehemalige Geschäftspartner der Einladung gefolgt.
Nicht nur der Stellvertretende Landrat und Oberhachinger Bürgermeister Stefan Schelle würdigte Klaus Korneder in seiner Ansprache, auch Hannes Bußjäger (Zweiter Bürgermeister und Kommandant der FFW Grasbrunn), Uli Hammerl (TSV-Vorsitzender, Gemeinderat und langjähriger Parteigenosse), Markus Meyer (Vorsitzender der SG Edelweiß Grasbrunn-Neukeferloh), Ulrich Ossig (Vorstandsvorsitzender der nbh Vaterstetten) sowie Oliver Bertram (Grasbrunn Aktuell) nutzten die Gelegenheit, um sich mit persönlichen Worten zu verabschieden.
Stefan Schelle, Oberhachings Bürgermeister und Stellvertretender Landrat, würdigt Klaus Korneder.
V.l. Klaus Korneder, Hannes Bußjäger und Feuerwehrkameraden
Einmal Genosse, immer Genosse: Gemeinderat und TSV-Vorsitzender Uli Hammerl (SPD) bei seiner Laudatio
Markus Meyer, Vorsitzender der SG Edelweiß Grasbrunn-Neukeferloh e.V., Vereinskollege und Freund von Klaus Korneder, hält eine Dankesrede im Namen des Schützenvereins.
Zum Abschied gab es ein Fußballtrikot von Oliver Bertram von Grasbrunn Aktuell: Die Nummer 1 für Klaus Korneder.
Ulrich Ossig, Vorstandsvorsitzender der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, überreicht einen Geschenkkorb, verbunden mit großem Dank an Klaus Korneder.
Klaus Korneder inmitten der Fahnenabordnungen von Feuerwehr und Edelweißschützen.
Klaus Korneder zeigte sich von den zahlreichen Würdigungen sichtlich bewegt. In seiner Dankesrede richtete er unter anderem den Blick auf die Menschen, die ihn während seiner Amtszeit begleitet hatten. Besonders dankte er seiner Ehefrau Petra und seinen beiden Kindern: „Ein solches Amt kann man nicht allein ausfüllen. Meine Familie hat über viele Jahre auf gemeinsame Zeit verzichtet und mir stets den Rücken freigehalten. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“
In seiner Laudatio zeichnete Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe den Weg seines Amtsvorgängers nach und erinnerte an zahlreiche Projekte und Herausforderungen aus dessen 18-jähriger Amtszeit. Er würdigte insbesondere Korneders Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. „Was von einer Amtszeit bleibt, sind nicht nur Gebäude, Straßen oder Zahlenwerke. Es sind vor allem die Begegnungen, die Gespräche und das Vertrauen, das über viele Jahre entstanden ist“, sagte Stüwe.
Dabei erinnerte er an die Finanzkrise zu Beginn von Korneders Amtszeit, die Corona-Pandemie, den Ausbau der Kinderbetreuung, die Realisierung großer Bauprojekte wie den Erweiterungsbau der Grundschule und den Neubau der Sporthalle Neukeferloh. Auch die Partnerschaft mit Le Rheu, der kommunale Wohnungsbau und zahlreiche Investitionen in die Infrastruktur prägten die vergangenen Jahre. Im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Mobilität entstanden unter anderem das neue Feuerwehrgerätehaus in Neukeferloh, neue Radwege sowie verkehrliche Verbesserungen wie die Kreisverkehre am Forstwirt und am Ortseingang von Neukeferloh. Auch standen langfristige Entwicklungen im Fokus der Amtszeit: Der Erwerb strategisch wichtiger Grundstücke in allen Gemeindeteilen sowie die Bereinigung historisch gewachsener Doppelbezeichnungen von Straßen zählen ebenso dazu wie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Infrastruktur. Besondere Bedeutung hatte zudem der Aufbau des interkommunalen Geothermie-Projekts.
Den Höhepunkt des Abends bildete für Korneder schließlich eine besondere Überraschung: Auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderats verlieh die Gemeinde Klaus Korneder die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ sowie die Ehrenbürgerwürde. Zudem durfte er sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Die Auszeichnung wurde von langanhaltendem Applaus begleitet.
„Wer über so viele Jahre Verantwortung trägt, investiert nicht nur Zeit und Kraft, sondern einen bedeutenden Teil seines Lebens in das Gemeinwohl“, betonte Sebastian Stüwe. „Für diesen unermüdlichen Einsatz, die vielen Entscheidungen und die tiefe Verbundenheit mit unserer Gemeinde danken wir Klaus Korneder von Herzen.“
Klaus Korneder, Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Grasbrunn, trägt sich in das Goldene Buch der Gemeinde ein.
