Kommandant sieht Mitgliederwerbung als Erfolg

Viele Feuerwehren in Bayern klagen über Nachwuchssorgen. Seit 2012 haben 75 Wehren im Freistaat den Betrieb eingestellt. Der Gesetzgeber hat reagiert und das Alter im aktiven Dienst auf 65 Jahren erhöht sowie das Eintrittsalter für Jugendfeuerwehren gesenkt.

Mitgliederwerbung FFW HH

Foto (Wolfgang Mende)

 

Die Feuerwehr Harthausen kann derzeit glücklicherweise noch über genügend Mitglieder verfügen, doch mit dem Wegfall der Mitglieder aus der Landwirtschaft, mangelt es an der Tagesalarmbereitschaft. Um diesen Missstand zu ändern, wurden die Harthauser Bürgerinnen und Bürger vor drei Wochen schriftlich befragt, ob Interesse für einen Eintritt besteht. Zusätzlich stellte die Wehr zwei große Werbebanner am Dorfplatz auf. Freudig überrascht war das Führungsteam, als 13 Personen im Alter zwischen 14 und 40 Jahren dem Aufruf folgten und zur Informationsveranstaltung erschienen. Das weibliche Geschlecht war in der Mehrheit. Nach einer theoretischen Einweisung über die notwendige und zeitintensive Ausbildung sowie einer Führung durch das Gerätehaus, konnten sich die Neuen an verschiedenen Stationen mit den Geräten auseinandersetzen.

 

„Ein Smartphone können wir euch nicht versprechen, wenn ihr bei der Feuerwehr eintreten wollt. Wir verrichten unsere Arbeit ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich. Aber was wir euch versprechen können, ist eine gute Aus- und Weiterbildung sowie eine gute Kameradschaft“, so Kommandant Markus Mende bei einer Infoveranstaltung der Feuerwehr Harthausen am 30. Juni.

 

Neben einigen festen Zusagen für einen Eintritt in die Feuerwehr, konnte Mende noch einen Glücksgriff vermelden: Ein Berufsfeuerwehrmann, der obendrein in zwei Monaten die Ausbildung zum Rettungssanitäter abschließt, gab seinen Eintritt ebenfalls bekannt.

 

 

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